LWS-Syndrom

Das Lendenwirbelsäulen-Syndrom (LWS-Syndrom) geht mit Schmerzen im unteren Rückenbereich einher, die auch in das Gesäß und die Beine ausstrahlen können. Hierfür können zahlreiche Ursachen infrage kommen, wie zum Beispiel Muskelverspannungen, Wirbelblockaden, Fehlhaltungen, Überbeanspruchung, Bandscheibenvorfälle, Arthrose oder andere Verschleißerscheinungen. Begleitsymptome können sich in Form von Taubheitsgefühlen oder Kribbeln in den Beinen zeigen, was auf eine mögliche Nervenreizung hinweist.

Häufigkeit des LWS-Syndroms

Etwa 70 bis 80 Prozent der Bevölkerung leidet mindestens einmal im Leben unter Rückenschmerzen, wobei der Großteil der Beschwerden auf die Lendenwirbelsäule zurückgeführt wird. Chronische LWS-Beschwerden betreffen ungefähr 20 Prozent der erwachsenen Menschen. Dabei steigt das Risiko mit zunehmendem Alter. Immer häufiger sind jedoch auch jüngere Menschen betroffen. Der Hauptgrund ist hier vorwiegend ein Bewegungsmangel.

LWS-Syndrom: Diagnose und Behandlung

Die Diagnosestellung erfolgt durch eine gründliche Anamnese sowie eine körperliche Untersuchung. Zudem können verschiedene bildgebende Verfahren, wie zum Beispiel Röntgen, MRT oder CT dabei helfen, die genaue Ursache der Beschwerden zu identifizieren. Um Nervenschädigungen auszuschließen, werden meist auch neurologische Tests durchgeführt.

Die Behandlung zielt auf die Schmerzreduktion sowie die Verbesserung der Beweglichkeit ab. In der Regel umfasst die Behandlung die Physiotherapie, Schmerzmedikamente, Wärme- oder Kälteanwendungen sowie in schweren Fällen minimal-invasive Eingriffe. Regelmäßige Bewegung und eine gute Körperhaltung sind wichtige Maßnahmen zur Vorbeugung und langfristigen Linderung.

LWS-Syndrom: Alternative Behandlungsmethoden

Neben der klassischen medikamentösen und physiotherapeutischen Therapie können auch alternative Methoden unterstützend zur Anwendung kommen. Hierzu gehören unter anderem:

  • Akupunktur: Durch das Setzen von kleinen Nadeln an bestimmten Punkten soll die Durchblutung gefördert sowie die Schmerzwahrnehmung reduziert werden.
  • Chiropraktik: Blockaden oder Fehlstellungen der Wirbelsäule können mithilfe manueller Techniken gelöst werden.
  • Osteopathie: Diese ganzheitliche Therapieform arbeitet mit sanften Griffen, um Spannungen im Gewebe zu lösen und die allgemeinen Körperfunktionen zu verbessern.
  • Wärme- und Kältetherapie: Wärme kann die Muskulatur bekanntlich entspannen, während Kälte Schwellungen und akute Schmerzen lindern kann.
  • Yoga und Pilates: Gezielte Übungen können die Rumpfmuskulatur stärken, die Beweglichkeit fördern und zudem dabei helfen, Fehlhaltungen zu korrigieren.

Darüber hinaus können pflanzliche Präparate (z. B. Teufelskralle) oder homöopathische Mittel zum Einsatz kommen, wobei dies grundsätzlich mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden sollte.

Detaillierte Informationen zum LWS-Syndrom und Cannabis als Medizin gibt es hier.