High-Stress-Training (HST)

High-Stress-Training (HST) ist eine Beschneidungstechnik, die beim Anbau von Cannabis angewendet wird, um das Wachstum der Pflanzen zu steuern und die Erträge zu maximieren. Diese Technik beinhaltet das Beschneiden der Pflanze, um den Wachstumsstress zu erhöhen und sie dazu zu zwingen, mehr Seitenäste und damit mehr Blüten auszubilden. Hier sind die Vor- und Nachteile dieser Technik:

Vorteile:

  • Erhöhte Erträge: Durch das HST wird das Wachstum der Pflanze gesteuert, um mehr Blüten auszubilden, was zu höheren Erträgen führt.
  • Bessere Luftzirkulation: Durch das Beschneiden der Pflanze wird die Luftzirkulation verbessert, was das Risiko von Schimmel und Mehltau reduziert.
  • Gleichmäßigeres Pflanzenwachstum: Das HST kann dazu beitragen, das Pflanzenwachstum zu steuern und eine gleichmäßigere Ausrichtung der Blüten zu fördern.

Nachteile:

  • Erhöhtes Risiko von Stress: Das Beschneiden der Pflanzen kann zu Stress führen, der das Wachstum beeinträchtigen und zu einer geringeren Qualität der Blüten führen kann.
  • Höherer Arbeitsaufwand: HST erfordert mehr Zeit und Aufwand, um die Pflanzen zu beschneiden und zu pflegen.
  • Höheres Risiko von Schäden: Wenn das HST nicht ordnungsgemäß durchgeführt wird, kann dies zu Schäden an den Pflanzen führen, die das Wachstum beeinträchtigen können.

Alternativen zum HST sind Low-Stress-Training (LST) und Scrogging. Bei LST wird die Pflanze durch Biegen und Binden “trainiert”, um ein gleichmäßigeres Pflanzenwachstum zu fördern und mehr Blüten auszubilden. Bei Scrogging werden die Pflanzen durch Netze und Gitter geflochten, um ein gleichmäßiges Pflanzenwachstum und eine maximale Lichtausbeute zu fördern.

Beschneidungstechniken werden auch bei anderen landwirtschaftlichen Pflanzen angewendet, insbesondere bei Obst- und Gemüsepflanzen. Beispiele hierfür sind das Beschneiden von Obstbäumen wie Apfelbäumen und das Beschneiden von Tomatenpflanzen, um das Pflanzenwachstum und die Erträge zu steuern.