Saarland: Angst vor kiffenden Franzosen

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Das Saarland hatte nach dem zweiten Weltkrieg eine Art Sonderstatus: Bis 1957 war es kein Teil der Bundesrepublik Deutschland, sondern ein teilautonomer Staat, der offiziell von Frankreich besetzt war.

Heute sieht das ganze natürlich etwas anders aus: Das Saarland ist ein ganz normales Bundesland… Und hat damit auch in der Cannabis-Abstimmung im Bundesrat eine Stimme. Die Landesregierung kündigte bereits an, kommenden Freitag im Bundesrat den Vermittlungsausschuss anzurufen.

Begründet wird es tatsächlich… mit der Angst vor kiffenden Franzosen, die dann in Scharen über die Grenze stürmen würden! Saarbrückens Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU) befürchtet zunehmenden Drogentourismus aus Frankreich und möchte deshalb, dass der Bund eher mehr Geld für Prävention bereitstellt als den Zugang zu Cannabis zu erleichtern.

Meinung aus der Redaktion: Ein gutes Argument, es hat nur einen Haken: Wer sich in einem Club anmelden oder gar Zuhause selbst anbauen möchte, muss einen Wohnsitz in Deutschland haben. Wer einen Wohnsitz in Deutschland hat, ist per Definition kein Tourist. Aber ja, es gibt nach wie vor die Möglichkeit, dass die französischen Drogentouristen extra ins Saarland fragen, um sich dann dort illegal auf der Straße oder im Stadtpark Weed zu kaufen. Oh Wunder, das können sie auch jetzt schon! Aber keine Angst: Das kann man auch in Frankreich, dafür muss man nicht ins malerische Saarland…

Quellenverzeichnis

  • 1 https://www.aerztezeitung.de/Nachrichten/Saarland-befuerchtet-Hasch-Tourismus-aus-Frankreich-448130.html

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Autor

Robert Meister

Robert Meister arbeitet seit dem Ende seines Studiums (Technikjournalismus/PR) dauerhaft in der Cannabisbranche. Mit nun über acht Jahren Arbeitserfahrungen als Redakteur, Übersetzer, Berater und Mitarbeiter in mehreren Grow-, Head-, und CBD-Shops kennt er die Branche wie seine (immer vollgekrümmelte...) Westentasche und ist vor allem für seine locker-lustige, aber immer kritische Schreibweise bekannt.

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