Cannabis im Kampf gegen Brustkrebs

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Jedes Jahr erkranken in Deutschland mehr als 70.000 Frauen sowie über 700 Männer an Brustkrebs (Mammakarzinom, Carcinoma mammae – kurz: Mamma-Ca). Damit ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Hierbei handelt es sich eine bösartige Geschwulst in der Brust, der auch als bösartiger (maligner) Tumor bezeichnet wird und entsteht, wenn sich bestimmte Zellen (Krebszellen) in der Brustdrüse verändern, sich unkontrolliert vermehren, in das gesunde Gewebe hinein wuchern (invasives Wachstum) und es zerstören.

Formen von Brustkrebs

Mediziner unterscheiden zwischen verschiedenen Brustkrebs-Formen, wobei das sogenannte invasive Mammakarzinom ohne speziellen Typ am häufigsten vorkommt. Es handelt sich dabei um eine bösartige Tumorerkrankung der Brustdrüse, die aus den Epithelzellen der Milchgänge (Dukte) hervorgeht und das umliegende Brustgewebe infiltriert. Diese Krebsart macht ungefähr 75 Prozent aller Brustkrebserkrankungen aus.

Die zweithäufigste Brustkrebsform ist das invasiv-lobuläre Mammakarzinom, das etwa 15 Prozent aller Erkrankungen ausmacht. Hier entwickelt sich der Krebs aus den Epithelzellen der Drüsenläppchen (Lobuli), die für die Milchproduktion verantwortlich sind.

Daneben wird noch zwischen weiteren Brustkrebs-Formen unterschieden, die nur selten auftreten. Hierzu gehört zum Beispiel das inflammatorische Mamma-Karzinom, eine besonders aggressive Brustkrebsform, die mit einer Entzündungsreaktion einhergeht, sodass es auf der Haut zu Rötungen und Schwellungen kommt.

Was sind mögliche Ursachen einer Brustkrebserkrankung?

Wie bei nahezu jeder Krebserkrankung, ist die Ursache unbekannt. Es gibt eine Vielzahl an Risikofaktoren, die die Entstehung von Brustkrebs begünstigen können. Besonders gefährdet sind Frauen, die ihre erste Periode vor dem 11. Lebensjahr bekommen und spät, bzw. nach dem 54. Lebensjahr in die Wechseljahre eintreten. Denn je länger Frauen den zyklischen Schwankungen der Hormone Östrogen und Progesteron ausgesetzt sind, desto höher ist das Brustkrebsrisiko, da Tumore in der Brust in der Regel abhängig von den weiblichen Geschlechtshormonen wachsen.

Ein weiteres Risiko besteht, wenn Frauen das erste Kind nach dem 30. Lebensjahr bekommen. Hingegen sinkt das Brustkrebsrisiko umso mehr, je öfter Frauen Kinder gebären und stillen. Ebenso kann ein erhöhtes Risiko bestehen, wenn Frauen die Antibabypille bereits vor dem 20. Lebensjahr eingenommen haben und/oder die Pille mindestens vier Jahre lang eingenommen haben, bevor sie ein Kind bekommen. Auch steigt das Risiko, wenn Östrogene und Gestagen länger als fünf Jahre nutzen, um die Beschwerden in den Wechseljahren zu lindern.

Auch eine genetische Veranlagung kann das Risiko erhöhen. Gut erforscht sind bislang die Gene BRCA 1 und 2. Zudem scheint ein weiterer Risikofaktor zu sein, wenn eine Frau mehr Drüsen und Bindegewebe in der Brust hat und weniger Fettgewebe.

Darüber hinaus gibt es noch allgemeine Risiko-Faktoren, wie zum Beispiel Übergewicht, eine fettreiche Ernährung, Bewegungsmangel, Nikotin und Alkohol.

Welche Symptome kann Brustkrebs verursachen?

Verschiedene Veränderungen an der Brust oder bestimmte Symptome können auf eine Brustkrebserkrankung hindeuten. Hierzu gehören unter anderem:

  • Knoten oder Verhärtungen in der Brust oder in der Achselhöhle
  • vergrößerte Lymphknoten in der Achselhöhle
  • Veränderungen in der Form oder Größe einer Brust
  • eingezogene Brustwarze oder Brusthaut
  • wässriger oder blutiger Ausfluss aus einer Brustwarze
  • Hautveränderungen wie Rötungen oder Schuppungen an der Brusthaut

Frauen sollten zunächst nicht in Panik geraten oder sich Sorgen machen, wenn sie derartige Symptome wahrnehmen. Oftmals ist die Ursache eine einfache Zyste oder verdichtetes Bindegewebe und harmlos. Dennoch sollten die Symptome beim Frauenarzt abgeklärt werden. 

Einstufung der Brustkrebserkrankung

Wenn die Diagnose Brustkrebs durch eine Mammografie und Biopsie bestätigt ist, sind weitere Untersuchungen notwendig, um festzustellen, wie weit sich der Krebs im Körper ausgebreitet hat. So kann ein Röntgen-Thorax beispielsweise zeigen, ob sich Metastasen (Tochtergeschwülste) in der Lunge gebildet haben und mittels Ultraschall, ob es Absiedlungen in der Leber gibt.

Die Ergebnisse dienen als Grundlage für die Erstellung des pathologischen Befundes. Hier gibt die sogenannte TNM-Bezeichnung an, wie groß der Tumor ist (T1-T4), ob benachbarte Lymphknoten befallen sind (N0-N3) und ob der Krebs bereits Metastasen in anderen Körperregionen gebildet hat (M1 für ja/M0 für nein).

Zusätzliche Hinweise geben weitere Kürzel vor der TNM-Bezeichnung, die Aussagen zu den durchgeführten Untersuchungen oder zur Einteilung des Krebsstadiums treffen. Ebenso wird der Hormonrezeptor-Status des Tumors im pathologischen Befund angegeben, der Auskunft darüber gibt, ob der Brustkrebs viele Andockstellen für die Hormone Östrogen (ER+ oder ER-positiv) und/oder Progesteron (PgR+ oder PgR-positiv) besitzt, da diese Informationen für die Planung der Therapie wichtig sind. Das Gleiche gilt für den HER2-Rezeptor-Status, der darauf hinweist, ob die Krebserkrankung einen aggressiven Verlauf nimmt. 

Welche Behandlungsoptionen gibt es bei Brustkrebs?

Es gibt eine Reihe von Therapieverfahren. Welche Behandlungsmethoden zur Anwendung kommen, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, sodass Patienten einen individuell auf sie abgestimmten Behandlungsplan erhalten. Deshalb geben wir hier nur einen kurzen Überblick über die Behandlungsmöglichkeiten.

In der Regel erfolgt zunächst eine Brustkrebsoperation. Bei der brusterhaltenden Operation wird der Tumor entfernt und die Brust bleibt weitestgehend erhalten. Zudem wird der Randsaum von gesundem Gewebe entfernt. Damit soll sichergestellt werden, dass keine randständigen Krebszellen zurückbleiben. Während der Operation sieht der Arzt das Gewebe unter dem Mikroskop an. Sollte dieses von Krebszellen befallen sein, erfolgt die Lymphknotenentfernung aus der Achselhöhle.

Im Anschluss an die Operation wird häufig eine Strahlentherapie empfohlen, um eventuell im Körper zurückgebliebene Krebsreste zu behandeln. Durch die hochenergetischen Strahlen werden die Krebszellen so stark geschädigt, dass sie absterben. Unter dieser Bestrahlung können Nebenwirkungen wie Hautrötungen und Blasenbildung sowie Haarausfall auftreten.

Wenn der Tumor zu groß ist, erfolgt eine Brustentfernung (Mastektomie). Die Entfernung der ganzen Brust ist dann notwendig. Anschließend kann jedoch ein Brustaufbau (Wiederaufbau) vorgenommen werden, bei dem die Brust mit Eigengewebe oder einem Implantat wieder aufgebaut wird.

Auf dem Bild ist der nackte Oberkörper einer Frau mit Brustkrebs zu sehen, bei der beide Brüste abgenommen wurden. In der rechten Hand hält sie eine rosafarbene Schleife, die für Brustkrebs steht.
Abb. 1: Bei vielen Brustkrebs-Patienten ist es notwendig, dass die Brüste entfernt werden müssen.

Chemotherapie bei Brustkrebs

Neben der Brust-Operation und Strahlentherapie gehört die Chemotherapie zu den häufig eingesetzten Verfahren. Im Rahmen dieser Krebstherapie kommen verschiedene Zytostatika als Infusion oder Tablette in mehreren Zyklen zum Einsatz. Da Zytostatika nicht zwischen gesunden Zellen und Tumorzellen unterscheiden können, hat die Therapie unerwünschte Nebenwirkungen, wie zum Beispiel Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Durchfall, Erschöpfung und Müdigkeit.

Um die Nebenwirkungen der Chemotherapie zu lindern, können Betroffene Rücksprache mit ihrem Arzt halten und erfragen, ob eine Behandlung mit medizinischem Cannabis sinnvoll ist. Zur Verfügung stehen medizinische Cannabisblüten, Rezeptur-Arzneimittel (ölige Lösungen für die orale Einnahme) sowie Fertigarzneimittel. Die Absprache mit dem Arzt ist vor allem deshalb wichtig, da es zwischen Cannabisarzneimitteln und bestimmten Krebsmedikamenten Wechselwirkungen auftreten können.

Anti-Hormontherapie in der Brustkrebsbehandlung

Bei den meisten Brustkrebserkrankungen besitzen die Tumore zahlreiche Östrogen- und/oder Progesteronrezeptoren (Hormonrezeptoren), die durch die weiblichen Geschlechtshormone zunehmen. In solch einem Fall kann eine Anti-Hormontherapie durchgeführt werden, bei der Betroffene bestimmte Medikamente (z. B. Anti-Östrogene, GnRH-Analoga oder Aromatasehemmer) erhalten, die das Tumorwachstum hemmen sollen.

Die Antihormontherapie wird über mehrere Jahre durchgeführt und kann unterschiedliche Nebenwirkungen verursachen wie Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen.

Antikörpertherapie bei Brustkrebs

Wenn Mammakarzinome viele Andockstellen für HER2-Rezeptoren (Wachstumsfaktor) aufweisen, kann eine zielgerichtete Therapie (Antikörpertherapie/Immuntherapie) dabei helfen, das Krebswachstum zu verlangsamen, indem HER2-Antikörper gegeben werden, die die zuständigen Rezeptoren blockieren. Zur Anwendung kommen dann beispielsweise Tyrosinkinase-Hemmer, Angiogenese-Hemmer, PI3K-Hemmer oder künstlich hergestellte Antikörper (Atezolizumab und Pembrolizumab).

Da nicht nur diese Medikamente, sondern auch die Medikamente für die Chemotherapie und Anti-Hormontherapie die Knochen schädigen (Osteoporose), wird auch oftmals noch eine knochengerichtete Therapie eingesetzt. Arzneimittel wie Alendronat sollen den Knochenabbau verhindern und die verbliebene Knochenmasse stärken.

Brustkrebs-Erkrankung: Prognose und Heilungschancen

Bei den meisten Patienten ist eine Heilung der Brustkrebserkrankung möglich, sofern der Krebs frühzeitig erkannt wird und die richtige Behandlung erfolgt. Aufgrund der vielen Möglichkeiten und Methoden wie Operation, Strahlentherapie, Chemotherapie, Antihormontherapie und die Behandlung mit Antikörpern, die zum Einsatz kommen können, um gegen den Brustkrebs vorzugehen, haben sich die Überlebens-Chancen in den letzten Jahren verbessert.

Wenn der Krebs nicht in einem frühen Stadium erkannt wird, besteht die Gefahr, dass sich Krebszellen vom Tumor ablösen und über den Blut- oder Lymphstrom in andere Körperbereiche gelangen und dort Metastasen bilden. Eine vollständige Heilung ist dann meist nicht mehr möglich, wobei die Prognose von individuellen Faktoren abhängt. Viele Frauen können auch mit Metastasen und der richtigen Behandlung noch Jahrzehnte leben.

Cannabis-Konsum während einer Brustkrebs-Standardtherapie

US-Forscher wollten im Rahmen einer Studie unter anderem herausfinden,

  • warum und zu welchem Zeitpunkt Patienten mit Brustkrebs Cannabis konsumierten,
  • aus welchen Quellen sie Cannabisinformationen und -produkte beziehen,
  • wie zufrieden sie mit den gefundenen Informationen waren und
  • wie ihre Wahrnehmung zur Sicherheit von Cannabis war.

Es wurde eine Online-Umfrage durchgeführt, an der 612 Patienten teilnahmen, die innerhalb der letzten fünf Jahren die Diagnose Brustkrebs bekamen (Alter ≥ 18 Jahre). [1]

In den Ergebnissen heißt es, dass 257 Betroffene angaben, Cannabis zur Linderung von Symptomen wie Schmerzen, Schlaflosigkeit, Angst, Stress, Übelkeit und Erbrechen konsumierten. Etwa die Hälfte der Patienten glaubten, dass medizinisches Cannabis zur Behandlung von Krebs selbst eingesetzt werden könne. 79 Prozent der Patienten hatten Cannabis während einer Therapie (Operation, Strahlentherapie und weitere systemische Therapien) trotz des Risikos für Wechselwirkungen angewendet und nur 33 Prozent hatten mit ihrem Arzt über den Cannabis-Konsum gesprochen.

Darüber hinaus glaubten die meisten Patienten, dass Cannabis sicher sei, und waren sich nicht bewusst, dass die Produktqualität sehr unterschiedlich ist und von der Quelle abhängt.

Hinweis: Wir möchten an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass Cannabinoide sicherlich eine Unterstützung sein können, um die Beschwerden, die während einer Chemotherapie oder anderen Therapieverfahren auftreten, zu lindern und damit die Lebensqualität zu verbessern, jedoch dürfen die Wechselwirkungen zwischen Cannabis und Krebsmedikamenten nicht unterschätzt werden. Hier ist die Rücksprache mit Ärzten unbedingt notwendig!

Aktuelle Studienlage zu Cannabis und Brustkrebs

Cannabis wird bei verschiedenen medizinischen Problemen eingesetzt, wie beispielsweise bei Krebs, vor allem zur Linderung von Nebenwirkungen der Chemotherapie. Es wird oft wegen seiner beruhigenden Wirkung in Form von gereinigten Cannabinoiden oder als Extrakt verwendet.

In einer Studie wurden zwei Arten von Brustkrebszellen untersucht. Ziel war es herauszufinden, wie gereinigte Cannabinoide (ähnlich wie in Freizeit- und medizinischem Cannabis) das Zellwachstum beeinflussen. Außerdem wurde untersucht, ob verschiedene Mischungen von Cannabis-Wirkstoffen, wie sie in Cannabis-Extrakten vorkommen, zusammenwirken können. Die Forscher wollten auch prüfen, wie Cannabinoide mit Chemotherapeutika wie Tamoxifen zusammenwirken.

Die Ergebnisse zeigten, dass eine Freizeit-Cannabis-Mischung das Zellwachstum in einer Brustkrebszelllinie (MCF-7) hemmen konnte. Das passierte aber nicht mit einer medizinischen Cannabis-Mischung. Dieser Effekt könnte damit zusammenhängen, dass Tetrahydrocannabinol (THC) auf den Östrogenrezeptor wirkt, der in diesen Zellen vorhanden ist. Bei anderen Tumorzellen (MDA-MB-231) waren die Wirkungen jedoch nur minimal.

Interessant war, dass die Kombination von Cannabis (besonders Freizeit-Cannabis) mit Tamoxifen die Wirksamkeit von Tamoxifen verringerte. Da Cannabis oft verwendet wird, um Chemotherapie-Nebenwirkungen zu lindern, ist weitere Forschung nötig, um vor allem sicherzustellen, dass es die Effekte von Krebsmedikamenten nicht negativ beeinflusst.[2]

Cannabinoide gegen Brustkrebs

Der menschliche Körper besitzt ein eigenes Endocannabinoid-System (ECS), das aus Endocannabinoiden, Cannabinoidrezeptoren (CB1 und CB2) und Enzymen besteht, die die Endocannabinoide bilden und abbauen. Sowohl die Endocannabinoide als auch die Cannabinoide aus der Cannabispflanze wie THC und CBD interagieren mit den Cannabinoidrezeptoren des ECS.

In Studien haben Forscher festgestellt, dass Brustkrebs-Zellen Rezeptoren für Cannabinoide haben. An lebenden Organismen (Zelllinien und Tieren) wurde gezeigt, dass Cannabinoide den Tod von Krebszellen auslösen (Apoptose) und das Zellwachstum hemmen konnten. Zudem konnten sie verhindern, dass sich die Krebszellen ausbreiten. Beispielsweise verlangsamte THC und ein bestimmter CB2-Rezeptor-Wirkstoff das Tumorwachstum bei Mäusen.[3]

Interessant ist zudem eine Studie, in der die krebshemmenden Eigenschaften von Cannabinoiden bei menschlichen Brustkrebs-Zelllinien untersucht wurden. Die vielversprechendste Cannabinoid-Kombination bestand aus THC, CBD, Cannabigerol (CBG) und Cannabinol (CBN).[4]

Krebshemmende Eigenschaften von Terpenen in Cannabis

Ziel einer Studie war es, die Effekte der in Cannabis enthaltenen Terpene an Brustkrebszellen zu untersuchen. Die Forscher wollten herausfinden, ob fünf in Cannabis vorkommende Terpene krebshemmende Effekte entfalten können und ob diese durch die gleichzeitige Behandlung mit Cannabinoiden und Flavonoiden, die ebenfalls in Cannabis vorkommen, verbessert werden kann.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Terpene Nerolidol und β-Caryophyllen den stärksten zytotoxischen Effekt aufwiesen. Die Kombination mit dem Flavonoid Kaempferol verstärkte zudem den zytotoxischen Effekt von den Terpenen Ocimen, Terpinolen und β-Myrcen. Hingegen führte die Kombination aus dem Terpen Nerolidol sowie den Cannabinoiden THC und Cannabidiol (CBD) zu unterschiedlichen Reaktionen, die je nach Konzentration von Antagonismus (Substanzen behindern sich in ihrer Wirkung) über Additivität (Substanzen verstärkten sich nicht, aber ihre Wirkungen addierten sich einfach) bis hin zu Synergie (Substanzen verstärken sich gegenseitig und hatten zusammen eine größere Wirkung als allein) reichten.

Das könnte bedeuten, dass Terpene allein oder mit Cannabinoiden wie THC und CBD sowie Flavonoiden kombiniert, krebshemmende Effekte bei Chemotherapie-resistenten Brustkrebszelllinien entfalten könnten. Laut den Forschern sei diese Studie ein erster Schritt zur Identifizierung von Verbindungen, die ein therapeutisches Potenzial für die Behandlung von resistenten Brustkrebs haben könnten.[5]

Zusammenfassung und Ausblick zu Cannabis gegen Brustkrebs

Für Betroffene ist die Diagnose Brustkrebs zunächst ein Schock und muss sicherlich erst einmal verarbeitet werden. In vielen Fällen ist eine Brustkrebs-Erkrankung heute dank verschiedenster Therapie-Methoden heilbar.

Grundsätzlich ist es möglich, dass Betroffene Cannabis nutzen können, um die Nebenwirkungen einer Chemotherapie oder einer anderen medikamentösen Behandlung zu lindern. Doch wie schon zuvor mehrmals erwähnt, können Wechselwirkungen auftreten, weshalb unbedingt Rücksprache mit den zuständigen Ärzten gehalten werden muss.

Bezüglich der potenziellen krebshemmenden Eigenschaften von Cannabis zeigen bisherige Studien vielversprechende Ergebnisse. An dieser Stelle muss aber auch betont werden, dass diese Untersuchungen ausschließlich an Krebszelllinien (also außerhalb des menschlichen Körpers) durchgeführt wurden. Es muss also noch sehr viel Forschung betrieben werden, um hieraus eine Wirksamkeit ableiten zu können.

Ausführliche Informationen zum Thema Cannabis gegen Krebs können in diesem Artikel nachgelesen werden.

Die Inhalte dieses Artikels sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und stellen weder eine Beratung noch eine Anwendungsempfehlung für Medikamente, Cannabis oder andere Produkte dar. Auch dienen die Inhalte nicht zur Erstellung einer eigenständigen Diagnose oder Auswahl einer Behandlungsmethode. Für Schäden oder Ähnliches, die durch die Nutzung der Inhalte entstehen, kann Greensby weder direkt noch indirekt haftbar bzw. zur Verantwortung gezogen werden. Wir empfehlen grundsätzlich, das Gespräch mit einem Arzt zu suchen.

FAQs

Was sind erste Anzeichen von Brustkrebs?

Die Früherkennung spielt bei allen Krebsarten eine entscheidende Rolle. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sollten unbedingt wahrgenommen werden. Erste Symptome können u. a. Knoten in der Brust sein, Veränderungen an der Haut oder der Brustwarzen. Meist sind diese harmlos, sollten dennoch ärztlich abgeklärt werden.

Wie gut kann man Brustkrebs behandeln?

Eine Brustkrebs-Erkrankung lässt sich in der Regel gut behandeln. Es stehen hierzu verschiedene Therapieverfahren wie Operation, Strahlentherapie, Chemotherapie, Anti-Hormontherapie oder Immuntherapie zur Verfügung, um den Krebs zu bekämpfen.

Was macht Cannabis mit Krebszellen?

Es gibt verschiedene Studien, in denen gezeigt werden konnte, dass Cannabinoide das Wachstum von Tumorzellen hemmen und den Zelltod herbeiführen konnten. Diese Studien wurden ausschließlich an menschlichen Krebszelllinien durchgeführt. Es ist daher noch sehr viel Forschung notwendig, um die Wirkmechanismen zu verstehen.

Quellen

[1] Weiss MC, Hibbs JE, Buckley ME et. al, A Coala-T-Cannabis Survey Study of breast cancer patients‘ use of Cannabis before, during, and after treatment. Cancer. 2022 Jan 1;128(1):160-168. doi: 10.1002/cncr.33906. Epub 2021 Oct 12. PMID: 34636036; PMCID: PMC9413357, Download vom 19.12.2024 von https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34636036/

[2] Schoeman R, de la Harpe A, Beukes N et. al, Cannabis with breast cancer treatment: propitious or pernicious? 3 Biotech. 2022 Feb;12(2):54. doi: 10.1007/s13205-021-03102-1. Epub 2022 Feb 1. PMID: 35127309; PMCID: PMC8807790, Download vom 19.12.2024 von https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35127309/

[3] ALSalamat HA, Abuarab SF, Salamah HM et. al, Cannabis and cancer: unveiling the potential of a green ally in breast, colorectal, and prostate cancer. J Cannabis Res. 2024 May 16;6(1):24. doi: 10.1186/s42238-024-00233-z. PMID: 38755733; PMCID: PMC11097556, Download vom 19.12.2024 von https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38755733/

[4] Schoeman R, Beukes N, Frost C. Cannabinoid Combination Induces Cytoplasmic Vacuolation in MCF-7 Breast Cancer Cells. Molecules. 2020 Oct 14;25(20):4682. doi: 10.3390/molecules25204682. PMID: 33066359; PMCID: PMC7587381, Download vom 19.12.2024 von https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33066359/

[5] Tomko AM, Whynot EG, O’Leary LF et. al, Anti-cancer potential of cannabis terpenes in a Taxol-resistant model of breast cancer. Can J Physiol Pharmacol. 2022 Aug 1;100(8):806-817. doi: 10.1139/cjpp-2021-0792. Epub 2022 Jun 15. PMID: 35704944, Download vom 19.12.2024 von https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35704944/

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Autorin

Alexandra Latour

Alexandra Latour hat mehr als zehn Jahre Erfahrung als Redakteurin und freiberufliche Autorin in der Health-Care-Branche. Anfang 2017 übernahm sie die Stelle als stellvertretende Chefredakteurin bei Leafly Deutschland und eignete sich in den darauffolgenden Jahren eine umfangreiche Fachexpertise in den Themen medizinisches Cannabis und frei käufliche CBD-Produkte an. Inzwischen ist Alexandra in der Cannabis-Branche fest verwurzelt und setzt sich neben ihrer Haupttätigkeit als Medizinredakteurin für die Aufklärung ein. Bitte beachten: Die Inhalte der Artikel sind ausschließlich die persönliche Meinung der Autorin und spiegeln nicht zwingend die Ansichten des gesamten Teams wider.

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