Cannabis-Samen kaufen - darauf solltest Du achten!

Cannabispflanzen wachsen aus Samen, wie jede andere Pflanze auch. Denn sie enthalten alle genetischen Informationen, die notwendig sind, um zu reifen Cannabispflanzen heranzuwachsen.
Das Herzstück eines Cannabissamens ist der Embryo, ein winzig kleiner Keimling, der die grundlegenden Strukturen der Pflanze enthält und sich während der Keimung vom sogenannten Endosperm ernährt, eine Art Gewebe, das aus energiereichen Substanzen wie Proteinen und Lipiden besteht. Zwischen der Keimwurzel (Radicula) und den Keimblättern (Kotyledonen) befindet sich das Hypokotyl, ein Teil der embryonalen Achse, das während der Keimung sowie der frühen Wachstumsphase eine wichtige Rolle spielt. Später entwickelt sich im Übrigen das Hypokotyl zum Pflanzenstamm.
Die Keimwurzel tritt beim Keimen aus dem Samen und wächst nach unten in den Boden. Sie dient quasi als Anker und nimmt darüber Wasser sowie Nährstoffe auf. Dann haben wir noch die Plumula, die oberhalb der Keimblätter liegt und sich später zu den ersten echten Blättern und dem Hauptspross der Pflanze entwickelt.
Bei den (embryonalen) Keimblättern handelt es sich um zwei kleine, blattartige Strukturen, die bereits im Cannabissamen angelegt sind und als erste „Blätter“ der Pflanze dienen, die nach der Keimung sichtbar werden.
Optik der Cannabis-Samen
Cannabis-Samen müssen voll entwickelt und gesund sein, damit ein robustes und fruchtbares Wachstum gewährleistet ist. Hingegen bringen Samen, die nicht stark sind, schwächere Pflanzen hervor, die Ressourcen verschwenden und minderwertiges Cannabis produzieren. Anhand der folgenden Merkmale kannst Du gute Samen von schlechten Samen unterscheiden:
- Farbe: Je dunkler der Samen, desto besser. Dunkle Cannabissamen sind voll entwickelt, sodass sie eine bessere Chance haben, sich zu üppigen Pflanzen zu entwickeln. Weiße oder grüne Cannabis-Samen gelten hingegen als unterentwickelt und keimen nur schwer. Weisen die Samen eine blassbraune Farbe auf, sind sie überentwickelt und alt.
- Größe und Form: Cannabis-Samen gibt es in einer Vielzahl von Formen und Größen, wobei die meisten rund, oval oder tränenförmig sind. Außerdem sind die Samen auch relativ klein, zwischen einem Achtel und einem Viertel Zoll im Durchmesser. Dabei weisen die Schalen charakteristische Merkmale auf, die kleinen Tigerstreifen oder Blitzen ähneln.
- Wachsartiger Schimmer: Gesunde Cannabis-Samen bewahren die Feuchtigkeit durch einen wachsartigen Schimmer auf der Samenschale. Am besten hältst Du die Cannabis-Samen unter eine Lampe, sodass das Licht auf der Oberfläche der Samen reflektiert wird. Zeigt sich kein Schimmer auf der Schale, kann dies ein Zeichen dafür sein, dass er ausgetrocknet, nicht von hoher Qualität oder nicht gesund ist.
- Alter: Junge und gesunde Samen sind dunkel-glänzend, voller Feuchtigkeit und besitzen eine optimale Keimfähigkeit. Ältere Samen fühlen sich hingegen trocken und spröde an.
Wie unterscheiden sich Cannabis-Samen voneinander?
Samen können sich auf verschiedene Weise voneinander unterscheiden, was in erster Linie auf die Cannabis-Genetik (Sativa, Indica, Ruderalis) zurückzuführen ist. Denn gerade diese genetischen Unterschiede führen zu Variationen in den Eigenschaften der entstehenden Cannabispflanzen.
Das wesentliche Unterscheidungsmerkmal ist natürlich der Cannabinoid-Gehalt. Dabei werden die Samen so gezüchtet, dass sie beispielsweise einen hohen THC- und niedrigen CBD-Anteil, einen hohen CBD- und niedrigen THC-Gehalt oder aber ein ausgeglichenes Verhältnis aufweisen. Ebenso wichtig ist das Terpenprofil, da Terpene nicht nur für den Geschmack und das Aroma zuständig sind, sondern auch an der Cannabis-Wirkung beteiligt sind („Entourage-Effekt“).
Darüber hinaus können Cannabissamen Pflanzen mit unterschiedlichen Wachstumsmustern hervorbringen, die die Gesamtgröße und Form der Pflanze beeinflussen. Auch der potenzielle Ertrag kann je nach Genetik variieren. Während einige Sorten dafür bekannt sind, dass sie höhere Blütenerträge liefern, bilden andere Pflanze zwar weniger, dafür aber potentere Knospen.
Die Zeit, die eine Cannabispflanze benötigt, um vom vegetativen Stadium zur Blütephase überzugehen, kann ebenfalls von Cannabissorte zu Sorte variieren. Zudem weisen bestimmte Cannabis-Sorten eine bessere Resistenz gegen gängige Schädlinge und Krankheiten auf.
Letztendlich müssen wir auch die Anpassungsfähigkeit an die Umwelt betrachten. Einige Cannabissorten eignen sich besser für den Indoor-Anbau, andere mehr für den Outdoor-Anbau. Außerdem unterscheiden sich die Sorten auch danach, ob sie leichter oder schwerer anzubauen sind.
Wichtig ist bei der Auswahl von Cannabissamen, dass sie von ihren Eigenschaften her zu Deinen Zielen und Anbaubedingungen passen.

Arten von Cannabis-Samen
Um das richtige Saatgut für Deine Bedürfnisse auszuwählen, lass uns einen Blick auf die gängigen Typen werfen und wie sie sich voneinander unterscheiden.
Reguläres Saatgut enthält weibliche und männliche Cannabis-Samen. Dabei werden männliche Samen in der Regel hauptsächlich für die Zucht verwendet. Begehrt sind weibliche Pflanzen, da sie die gewünschten Blüten bilden. Mischen sich männliche Varianten in Deine Pflanzenzucht, werden die weiblichen Exemplare mit Sicherheit befruchtet, was sich negativ auf die Blütenbildung auswirkt. Zwar sind reguläre Samen stabiler als andere Arten von Samen und sorgen damit für ein robustes Wachstum, für Anfänger im Eigenanbau macht der Kauf von regulären Samen jedoch nur wenig Sinn.
Achte vielmehr bei der Sortenauswahl auf feminisierte Samen. Diese werden durch spezielle Züchtungs- und Behandlungsverfahren hergestellt, sodass Du nur weibliche Pflanzen erhältst.
Autoflowering-Samen vs. photoperiodische Samen
Neben regulären und feminisierten Cannabis-Samen musst Du zwischen photoperiodischen und selbstblühenden Samen unterscheiden. Dabei werden die Gene von selbstblühenden Cannabis-Samen (Autoflowering) so verändert, dass sie unabhängig vom Lichtzyklus Blüten bilden.
Oftmals werden Autoflowering-Samen damit beworben, dass sie schneller in die Blütezeit kommen als photoperiodische Sorten. Bei näherer Betrachtung fällt jedoch auf, dass die Blütezeit nicht viel kürzer ist. Viele Cannabis-Grower, die über ausreichend Erfahrung verfügen, setzen auf die Originale, da Autoflowering-Pflanzen durch die verkürzte Wachstumsphase deutlich kleiner sind und weniger Ertrag liefern. Für Anfänger bieten Autoflower-Sorten jedoch verschiedene Vorteile, wie zum Beispiel, das das Wachstum nicht so genau überwacht werden muss wie bei den photoperiodischen Sorten.
Im Gegensatz zu Autoflowering-Samen benötigen photoperiodische Samen mehr Sorgfalt beim Anbau, vor allem brauchen sie spezifische Lichtzyklen, um richtig zu wachsen und zu blühen. Dafür bieten sie einen höheren Ertrag.
Worauf sollte beim Kauf von Cannabissamen geachtet werden?
Auf der Suche nach Samen wirst Du auf zahlreiche Anbieter stoßen. Jeder hat natürlich die „besten Cannabissamen in höchster Qualität“. Um sicherzustellen, dass Du keine Blindgänger erwirbst, solltest Du Dich vor dem Kauf über den Produktanbieter informieren. Sieh Dir auch das Sortiment sowie die Informationen zu den einzelnen Produkten genau an. Findest Du dort alle relevanten Details (z. B. Genetik, Sorte, Herkunft, feminisiert, CBD-/THC-Gehalt etc.), die Du für Deine Wahl benötigst?
Hilfreich ist es auch, wenn Du Dir Bewertungen von Kunden durchliest. Hier finden sich oftmals Infos zur Qualität der Samen. Auch geben viele Grower in den Kundenrezensionen Tipps zum Kauf von guten Cannabissamen.
Wenn Du Deine Wahl getroffen hast und die Samen bei Dir zu Hause ankommen, betrachte sie mit großer Aufmerksamkeit anhand der oben aufgeführten Kriterien.
Tipp: Cannabissamen gibt es jetzt auch in unserem Online-Shop!
Lagerung von Cannabis-Samen
Solltest Du eine große Menge an Samen erworben haben, gibt es bei der Lagerung verschiedene Faktoren, die zu beachten sind. Zum Schutz der Cannabissamen bewahrst Du sie am besten in luftdichten Behältern auf.
Als Nächstes müssen die Samen vor Licht geschützt werden. Verwende möglichst einen dunklen Behälter, der das Licht streut. Direktes Sonnenlicht kann die Samen austrocknen oder verbrennen, wodurch der Feuchtigkeitsgehalt verloren geht und die Samen dauerhaft geschädigt werden.
Lagere die Behälter an einem kühlen und dunklen Ort, an dem es keine großen Temperaturschwankungen gibt. Halte zudem den Feuchtigkeitsgehalt in den Behältern mit Reis oder Trocknungsmitteln stabil.
Unter solchen optimalen Bedingungen kannst Du die Cannabissamen viele Jahre lang lagern.
Häufige Probleme mit Cannabissamen
Cannabissamen bringen eine ganze Reihe von kleinen – und manchmal auch großen – Problemen mit sich, die Du wie folgt lösen kannst:
- Niedrige Keimrate: Eine niedrige Keimrate ist ein ressourcenintensives Problem. Um dieses Problem zu umgehen, kannst Du bei dem Produktanbieter nach Samen mit einer hohen Keimrate suchen.
- Inkonsistente Genetik: Selbst innerhalb ein und derselben Sorte können Cannabissamen genetische Unterschiede in Bezug auf den Wachstumszyklus, den Cannabinoidgehalt und die allgemeinen Pflanzeneigenschaften aufweisen. Sei also auf eine gewisse Variabilität bei der Ernte vorbereitet. Die Ergebnisse werden nicht immer gleich sein.
- Übermäßiges Hantieren: Das übermäßige Hantieren mit Cannabissamen ist zu vermeiden, insbesondere mit schmutzigen Händen, da hierdurch eine Verunreinigung in das Saatgut gelangen und die Chance auf Keimung verringert wird.
- Kontamination: Cannabissamen können mit verschiedenen Krankheitserregern wie Bakterien, Viren oder Pilzen kontaminiert werden, was alles ruinieren kann. Achte deshalb auf die ordnungsgemäße Handhabung und Lagerung.
Fazit zum Thema Samen für den Cannabisanbau
Der Schlüssel zum Erfolg bzw. zu einer reichhaltigen Ernte sind die Cannabis-Samen, die den gesamten Anbauprozess beeinflussen. Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle, wie zum Beispiel die Genetik (Sativa, Indica, Ruderalis), Sorten, Herkunft, Züchter, CBD-/THC-Gehalt, Terpenprofil und vieles mehr. Auch der Anbauort, also Indoor oder Outdoor ist wichtig, da einige Samen besser an spezifische Klimabedingungen angepasst sind. Der Schwierigkeitsgrad der Pflege ist ebenfalls ein zentraler Aspekt: Anfänger profitieren von robusten und pflegeleichten Sorten (ggf. Autoflowering), während erfahrene Grower anspruchsvollere Varianten wählen können.
Schließlich sollte die Qualität der Samen, die durch renommierte Züchter oder vertrauenswürdige Produktanbieter gewährleistet wird, berücksichtigt werden, um die erfolgreiche Ernte zu sichern.
FAQ
Wo bekomme ich die besten Cannabissamen her?
Es gibt eine große Anzahl an Produktanbietern sowie eine riesige Auswahl an Cannabis-Samen. Sieh Dir das Sortiment genau an, vor allem die Produktbeschreibungen und informiere Dich bei den Bewertungen über den Produktanbieter, bevor Du Samen kaufst.
Kann man jetzt schon Cannabissamen kaufen?
Schon vor der Teillegalisierung von Cannabis war es erlaubt Cannabissamen zu kaufen. Lediglich der Anbau war illegal. Jedoch hat sich das Angebot seit der Legalisierung vervielfacht, sodass es meist nicht leicht ist, eine Wahl zu treffen.
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