LKW kippt auf A3 um: 51kg Cannabis in der Ladung versteckt

Auf der A3 bei Idstein kippte am vergangenen Donnerstag ein Lkw mit 26 Tonnen Mandarinen die Böschung hinunter. Während die Bergung des Lkws mehr als 25 Stunden dauerte, machten Zoll und Landeskriminalamt eine fruchtige Entdeckung – und damit meinen wir nicht die Zitrusfrüchte.
Zwischen Obst und Oregano
Inmitten der Mandarinen stapelten sich Sporttaschen, randvoll mit 51 Kilo Marihuana. Das „verbotene Cannabiskraut“ war offenbar für den Schwarzmarkt bestimmt. Doch der Plan, das Gras unauffällig nach Deutschland zu schmuggeln, scheiterte spektakulär – an einem Unfall und der Neugier der Einsatzkräfte.
Legal wäre das ein Jackpot
Ein Gramm Cannabis bringt auf dem Schwarzmarkt bis zu 10 Euro. Das heißt: Die Ladung war locker eine halbe Million Euro wert. In einem legalen Markt hätte dieser Umsatz einem Unternehmen saftige Umsätze beschert und vermutlich für ein paar Arbeitsplätze gesorgt, von den Steuereinnahmen ganz zu schweigen… Stattdessen landet der Gewinn dieses mal zwar im Nirgendwo und der Staat sieht keinen Cent davon. Wir alle wissen aber: 51kg sind „nichts“ im Vergleich zu dem, was wohl täglich illegal geschmuggelt und verkauft wird, professionelle Schmuggler haben solche Verluste außerdem von Anfang an miteinkalkuliert.
Schwarzmarkt-„Kreativität“ trifft auf Pech
Klar, der Schwarzmarkt zeigt hier wieder seine Kreativität: Mandarinen als Tarnung? Nicht schlecht. Aber ein Lkw-Unfall? So etwas kann man nicht planen. Das ist das Problem mit illegalen Geschäften: Sie mögen noch so gut durchdacht sein, gegen dumme Zufälle wie einen umkippenden Obst-Laster ist niemand geschützt.
Fahrer in Haft, Gras beim Zoll
Der 50-jährige Fahrer wurde bei dem Unfall verletzt, landete nach dem Krankenhausaufenthalt aber direkt in Untersuchungshaft. Während die Mandarinen den Weg in den Bioabfall fanden, freut sich der Zoll über seine „Ernte“.
Moral der Geschichte: Wäre Cannabis vollständig legal und reguliert, müsste niemand Gras zwischen Mandarinen verstecken – und der Staat hätte mehr Steuereinnahmen, die dann beispielsweise für mehr Schulen, Straßen oder vielleicht sogar noch ein paar bessere Autobahnabsperrungen eingesetzt werden könnten…
Irgendwie lustig: Vor wenigen Tagen sah die Meldung noch etwas anders aus, die Polizei und der Zoll hatten den Fund der Taschen voller Cannabis erstmal geheim gehalten. Die Anwesenheit des Zolls war den Journalisten vor Ort aber direkt aufgefallen und als „rätselhaft“ bezeichnet worden. Nun ist auf jeden Fall klar, warum der Zoll vor Ort war…
Quellenverzeichnis
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1 https://www.hessenschau.de/panorama/a3-bei-idstein-ueber-50-kilo-marihuana-in-umgekipptem-mandarinen-laster-entdeckt-v1,drogen-in-mandarinen-lkw-100.html
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