Kölner Studentenclub "Das Ding": Alkohol ist anscheinend keine Droge

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„Das Ding“, eine eher altmodische Diskothek, die sich seit den 70er Jahren irgendwie über Wasser hält und sich selbst auf der Webseite mehrfach lautstark als „Studentenclub“ bezeichnet, hat auch beim Thema Cannabis eine eher altmodische Meinung. Nach Aussagen der Betreiberin fliegt jeder, der Cannabis im Club konsumiert oder mit sich führt, raus oder komme erst gar nicht rein. Bei der Begründung wird es dann etwas seltsam: Der Konsum von Drogen habe Auswirkungen auf der Verhalten der Menschen. Das wolle man in dem Club nicht, so Claudia Wecker, Betreibern des „Das Ding“. Man muss dazu sagen: Auf der Webseite wird mit günstigen Getränkepreise geworben (Rum-Cola, 2€, die „Vorglühen-Aktion“ und Freibier immer Donnerstags von 21-22Uhr), die Plakate und sonstigen Gestaltungen richten sich eindeutig an ein sehr junges, unerfahrenes Publikum. Die Art, wie Alkoholkonsum der Körper verändert (und langfristig schadet…) scheint hier aber eindeutig gewünscht zu sein.


Meinung aus der Redaktion: Bunt, schrill, lustig, Alkoholvergiftung! Ich dachte erst „ja gut, die sind halt verklemmt, falsche Generation, bye bye.“ Aber dann habe ich ein bisschen genauer nachgedacht: Klar, wenn eine Kneipe hauptsächlich vom VERKAUF einer Droge, nämlich Alkohol, lebt… Würdet ihr an deren Stelle noch Leute rein lassen, die sich bereits bei jemand anders mit Drogen versorgt haben und eigentlich nur noch ne kühle Cola trinken und tanzen wollen? Wohl kaum! Insofern vermute ich, dass hier vorwiegend finanzielle Interessen im Vordergrund stehen: Wer kifft, säuft sich eben nicht die Hucke voll! Geld verdient Das Ding mit diesen Kampfpreisen aber nur noch, wenn man sich so richtig die Hucke vollsäuft, regelmäßig… Insofern völlig nachvollziehbar, dass keine Kiffer erlaubt sind: Die Plätze müssen für die exzessiv saufende Kundschaft freigehalten werden! Das selbe Problem haben Social Clubs ja auch… wer will schon Kunden, die am Ende das Monats kaum Umsatz generiert haben!

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Autor

Robert Meister

Robert Meister arbeitet seit dem Ende seines Studiums (Technikjournalismus/PR) dauerhaft in der Cannabisbranche. Mit nun über acht Jahren Arbeitserfahrungen als Redakteur, Übersetzer, Berater und Mitarbeiter in mehreren Grow-, Head-, und CBD-Shops kennt er die Branche wie seine (immer vollgekrümmelte...) Westentasche und ist vor allem für seine locker-lustige, aber immer kritische Schreibweise bekannt.

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