Hessische Polizei plant Schulungen zur Erkennung von Cannabis am Steuer

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Nach der Freigabe von Cannabis für Erwachsene plant die hessische Polizei umfassende Schulungen für ihre Beamtinnen und Beamten, um Verstöße gegen die weiterhin geltenden Regeln im Straßenverkehr besser erkennen zu können. Besonders im Fokus steht dabei die Erkennung von Cannabis am Steuer, wie das Landeskriminalamt (LKA) auf Anfrage mitteilte. Ziel der Schulungen ist es, Polizistinnen und Polizisten in die Lage zu versetzen, Autofahrer unter dem Einfluss von Cannabis sowie anderen Substanzen sicher zu identifizieren, insbesondere bei Verkehrsunfällen.

Es sei zu erwarten, dass Fahrten unter dem Einfluss des Cannabis-Wirkstoffs THC zunehmen, erklärte eine Sprecherin des LKA. Viele Konsumentinnen und Konsumenten könnten möglicherweise missverstehen, dass das Führen eines Kraftfahrzeugs nach legalem Konsum weiterhin unzulässig ist. Auch eine Expertenkommission, die sich mit der Erörterung eines Grenzwertes für das Führen von Fahrzeugen beschäftigt, teilt diese Einschätzung.

Eine Erhöhung des Grenzwertes könnte fälschlicherweise den Eindruck erwecken, dass eine bestimmte Menge THC unbedenklich sei. Daher plant die Polizei, verstärkt in den sozialen Medien über die Gefahren des Cannabiskonsums im Straßenverkehr aufzuklären. Die Bundesregierung beabsichtigt, einen neuen Grenzwert für Cannabis im Straßenverkehr festzulegen. Bisher liegt dieser bei 1 Nanogramm, künftig soll die Grenze bei 3,5 Nanogramm liegen.

Meinung aus der Redaktion: Joa, was soll man da sagen… Finden wir gut! Sowohl das Aufklären über die Gefahren als auch die Schulungen, dass man einen „risikoreichen“ Konsumenten erkennt. Klar, niemand hat Bock von Bob Marleys Großneffe platt gefahren zu werden! Und mit dem neuen 3,5 Nanogramm-Wert habe ich (als Patient…) eh kein Problem 😀

Quellenverzeichnis

  • 1 https://www.zeit.de/news/2024-05/22/cannabis-am-steuer-erkennen-polizei-plant-schulungen

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Autor

Robert Meister

Robert Meister arbeitet seit dem Ende seines Studiums (Technikjournalismus/PR) dauerhaft in der Cannabisbranche. Mit nun über acht Jahren Arbeitserfahrungen als Redakteur, Übersetzer, Berater und Mitarbeiter in mehreren Grow-, Head-, und CBD-Shops kennt er die Branche wie seine (immer vollgekrümmelte...) Westentasche und ist vor allem für seine locker-lustige, aber immer kritische Schreibweise bekannt.

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