Cannabis als Medizin bei Morbus Alzheimer

Alzheimer-Krankheit-Cannabis

Der deutsche Psychiater, Neuroanatom und Neuropathologe Alois Alzheimer stellte im Jahr 1906 den Fall der 51-jährigen Auguste Deter vor, die an schwerem Gedächtnisverlust, Orientierungslosigkeit und Verhaltensänderungen litt. Nach ihrem Tod untersuchte er ihr Gehirn und entdeckte Veränderungen wie Amyloid-Plaques und Neurofibrillenbündel, die heute als typische Merkmale der Alzheimer-Krankheit bekannt sind.

Was sind die Ursachen der Alzheimer-Erkrankung?

Alois Alzheimer legte den Grundstein für die moderne Forschung zur Alzheimer-Krankheit. Zwar ist die Ursache für die Erkrankung noch nicht vollständig geklärt, man weiß aber, was im Gehirn passiert. So wird angenommen, dass krankhafte Eiweißablagerungen (Plaques) dafür verantwortlich sind, dass die Nervenzellen im Gehirn absterben.

Die Eiweißablagerungen oder auch Beta-Amyloid-Proteine genannt, kommen bei allen Menschen vor und normalerweise werden diese gespalten und anschließend abgebaut. Bei Alzheimer-Patienten verklumpen diese jedoch und lagern sich im zentralen Nervensystem ab. In der Folge kommt es bei der Signalübertragung zwischen den Nervenzellen zunächst zu einer Funktionsstörung, bis die Zellen dann endgültig absterben.

Darüber hinaus sind weitere Proteine an der Entstehung der Alzheimer-Demenz beteiligt, und zwar die sogenannten Tau-Fibrillen, die bei Patienten fehlgebildet sind. Zudem haben Forscher herausgefunden, dass bei Patienten der Neurotransmitter Acetylcholin, der Signale zwischen Nervenzellen überträgt, in zu geringen Mengen vorkommt. Dieser Neurotransmitter ist für die Steuerung der Muskeln und die Regulierung von Herzfrequenz sowie Verdauung, aber auch für das Gedächtnis, Aufmerksamkeit und das Lernen verantwortlich.

Risikofaktoren für die Alzheimer-Krankheit

Es wird angenommen, dass verschiedene Faktoren wie eine genetische Veranlagung das Erkrankungsrisiko begünstigen können. Zu den weiteren Risikofaktoren gehören unter anderem:

  • unausgewogene Ernährung mit zu viel fettem und rohem Fleisch sowie gesättigten Fettsäuren
  • Hypercholesterinämie (zu hoher Cholesterinspiegel im Blut)
  • Diabetes mellitus
  • Adipositas (Übergewicht)
  • Hypertonie (Bluthochdruck)
  • Schlaganfall / Herzinfarkt
  • Schilddrüsenüberfunktion/Schilddrüsenunterfunktion
  • Alkohol und Nikotin

Welche Symptome löst die Alzheimer-Demenz aus?

In der Regel verläuft die Alzheimer-Erkrankung in drei Stadien. Im Frühstadium kommt es zu leichten Beeinträchtigungen des Kurzzeitgedächtnisses und kleineren Gedächtnislücken. Beispielsweise können Betroffene vor Kurzem abgelegte Gegenstände nicht mehr wiederfinden, sich nicht an Gesprächsinhalte erinnern, mitten im Gespräch den Faden verlieren oder Wortfindungsstörungen haben. Hinzu kommen meist noch leichte Orientierungsstörungen, ein verlangsamtes Denken und Sprechen sowie eine Antriebsschwäche.

Häufig reagieren Betroffene verängstigt auf die zunehmende Vergesslichkeit und reagieren dann entweder mit Rückzug oder Depressionen oder aber mit Abwehr, Reizbarkeit und Aggressionen. Den Alltag können Betroffene in diesem Alzheimer-Stadium oftmals noch recht gut ohne Hilfe bewältigen.

Im mittleren Krankheitsstadium nehmen die Störungen des Gedächtnisses zu und Patienten können sich immer weniger an kurz zurückliegende Ereignisse erinnern. Auch die Langzeiterinnerungen verschwinden immer mehr und vertraute Gesichter können nicht mehr zugeordnet werden. Zudem nimmt die Fähigkeit zur zeitlichen oder örtlichen Orientierung weiter ab. Viele einfache Tätigkeiten, wie zum Beispiel die Haare zu kämmen oder duschen zu gehen, können nicht mehr ausgeführt werden, da die Betroffenen schlichtweg vergessen haben, wie es funktioniert.

Im Alltag sind die Betroffenen immer mehr auf Unterstützung angewiesen und ein selbstständiges Leben ist nur noch bedingt möglich. Symptome wie Verwirrtheit, Denk- und Konzentrationsstörungen, Sprachstörungen sowie Stimmungsschwankungen nehmen zu und verstärken sich. Zusätzlich entwickeln viele Menschen mit Alzheimer einen starken Bewegungsdrang und Unruhe. Sie laufen beispielsweise ständig hin und her oder stellen fortwährend die gleiche Frage. Nicht selten entwickeln Betroffene Wahnvorstellungen oder werden paranoid.

Symptome und Beeinträchtigungen im späten Stadium

Im Spätstadium sind Menschen mit Demenz vollständig auf Betreuung und Pflege angewiesen. Häufig sind sie dann auf einen Rollstuhl angewiesen oder bettlägerig. Hinzu kommt eine Urin- und Stuhlinkontinenz. Angehörige werden nicht mehr erkannt und es treten massive Schwierigkeiten beim Sprechen, Kauen, Schlucken und Atmen auf. Im weiteren Krankheitsverlauf kommt es meist zu Infektionen wie einer Lungenentzündung aufgrund des geschwächten Immunsystems, was letztendlich in den meisten Fällen zum Tode führt.

Untypischer Verlauf der Demenzerkrankung

Der Großteil der Menschen mit Demenz ist älter als 65 Jahre. Nur etwa ein Drittel der Betroffenen sind jünger und weisen einen untypischen Alzheimer-Verlauf auf. Einige Patienten zeigen enorme Verhaltensveränderungen wie etwa ein unsoziales Verhalten. Wiederum bei anderen Patienten stehen Symptome wie Wortfindungsstörungen sowie verlangsamtes Sprechen im Vordergrund. Außerdem leiden bei dieser Alzheimer-Form viele Betroffene unter Sehstörungen.

Behandlungsmöglichkeiten bei der Alzheimer-Krankheit

Die Heilung der Alzheimer-Krankheit ist bislang nicht möglich. Deshalb zielt die Therapie darauf ab, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen sowie die Symptome zu lindern. Je früher die Krankheit erkannt wird, desto besser sind in der Regel die Behandlungsmöglichkeiten. 

Für Menschen mit Alzheimer ist es besonders wichtig, dass sie weiterhin am Leben teilnehmen können. Zur Unterstützung können verschiedene Behandlungsmethoden, wie zum Beispiel Ergotherapie, Physiotherapie, Musiktherapie und Logopädie zum Einsatz kommen. Bei leichter bis mittelgradiger Demenz kann auch ein kognitives Training sowie ein Gedächtnistraining sinnvoll sein. Beispielsweise können mithilfe der autobiografischen Arbeit Erinnerungen wachgehalten werden. Hilfreich kann zudem ein Realitäts-Orientierungs-Training sein.

Die medikamentöse Therapie kann die Gabe von unterschiedlichen Arzneimitteln beinhalten. Sogenannte Antidementiva sollen dabei helfen, das Gedächtnis, Konzentrationsfähigkeit sowie die Lebensqualität zu verbessern. Häufig kommen im Rahmen der Behandlung Acetylcholinesterasehemmer bei leichter bis mittelschwerer Ausprägung der Alzheimer-Demenz zum Einsatz. Diese hemmen den Abbau des Botenstoffs Acetylcholin. Allerdings können die Wirkstoffe wie Rivastigmin, Donepezil und Galantamin Nebenwirkungen verursachen wie Schlaflosigkeit und Magen-Darm-Probleme.

Bei mittelschweren bis schweren Demenzerkrankungen kann das Medikament Memantin zur Anwendung kommen. Dieses wirkt als NMDA-Rezeptor-Antagonist, indem es eine Überstimulation von Nervenzellen durch den Botenstoff Glutamat verhindert. Denn diese Überstimulation kann bei Alzheimer zum Absterben von Nervenzellen beitragen. Hingegen soll das Medikament Memantin die Nervenzellen schützen und die kognitiven Fähigkeiten unterstützen.

Darüber hinaus kommt es bei der Alzheimer-Krankheit zu Verhaltensstörungen und oftmals leiden Betroffene unter verschiedenen psychischen Beschwerden wie Angst, Depressionen, Aggressivität, Unruhe oder Passivität. Deshalb umfasst der medikamentöse Behandlungsplan häufig weitere Medikamente. Verordnet werden dann Antidepressiva (z. B. Sertralin, Paroxetin oder Citalopram), die vor allem die Stimmung heben sollen. Insbesondere in dem Fall, dass ein Patient wahnhaftes oder paranoides Verhalten zeigt, wird die Einnahme von Neuroleptika, wie zum Beispiel Haloperidol oder Risperidon, empfohlen. Bei sehr starken Ängsten, Aggressionen und Unruhe erfolgt die medikamentöse Behandlung mit Benzodiazepinen wie Lorazepam oder Diazepam. Aber auch diese medikamentösen Therapien verursachen Nebenwirkungen, die die Erkrankten zusätzlich belasten können.

Auf dem Schwarz-weiß-Bild sind im Hintergrund Cannabisblätter zu sehen, die leicht orangefarben angleuchtet sind. Im Vordergrund sieht man den Kopf eines alten Mannes und das Gehirn mit seinen Nervenzellen, die bei Morbus Alzheimer absterben.
Abb. 1: Bei Morbus Alzheimer sterben Nervenzellen ab.

Zusammenhang zwischen dem Endocannabinoid-System und der Alzheimer-Krankheit

Studien legen nahe, dass das Endocannabinoidsystem (ECS) eine komplexe Rolle bei der Alzheimer-Demenz spielt. Dieses besteht aus den Cannabinoid-Rezeptoren 1 (CB1) und 2 (CB2, den Endocannabinoiden sowie Enzymen, die die Endocannabinoide aufbauen und abbauen. Die wichtigste Aufgabe des Endocannabinoidsystems ist die Regulierung von verschiedenen Prozessen, wie zum Beispiel der Schmerzwahrnehmung, Emotionen, Entzündungen, aber auch Gedächtnis und Lernen. Forscher nehmen an, dass das ECS versucht, die schädlichen Prozesse bei der Alzheimer-Krankheit auszugleichen, allerdings ist nicht klar, ob diese Reaktion immer hilfreich ist oder auch negative Auswirkungen haben könnte. Vorläufige Ergebnisse aus Tierstudien verweisen auf folgendes:

  • Die CB2-Rezeptoren, die sich vorwiegend auf den Zellen des Immunsystems befinden, scheinen bei der Alzheimer-Krankheit verstärkt aktiviert zu sein, vor allem in der Nähe der Amyloidplaques. Wissenschaftler gehen davon aus, dass die CB2-Rezeptoren die Entzündungen im Gehirn modulieren und möglicherweise dabei helfen könnten, den Abbau der schädlichen Plaques zu fördern.
  • Mäuse, die mit CB2-Rezeptor-Aktivatoren behandelt wurden, zeigten eine Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten und eine Reduzierung von Entzündungen. Jedoch blieb die Amyloid-Belastung unverändert. Mäuse ohne CB2-Rezeptoren hatten mehr entzündungsfördernde Moleküle und eine höhere Amyloid-Belastung, was auf die Schutzfunktion dieser Rezeptoren hinweisen könnte.
  •  Zu den CB1-Rezeptoren gibt es widersprüchliche Ergebnisse. Bei Mäusen mit der Alzheimer-Erkrankung scheint die Anzahl der CB1-Rezeptoren reduziert zu sein, insbesondere in den Bereichen des Gehirns, in denen Mikroglia (spezielle Immunzellen des zentralen Nervensystems) vorkommen. Diese Reduktion könnte mit einer Verschlechterung der kognitiven Funktionen zusammenhängen. Wiederum zeigen andere Alzheimer-Tiermodelle, dass die CB1-Rezeptoren in diesen Gehirnbereichen vermehrt vorkommen.
  • Ein niedriger Spiegel des Endocannabinoids Anandamid wurde in einer Studie mit höheren Eiweißablagerungen sowie einer stärkeren kognitiven Symptomatik in Verbindung gebracht. Zudem wurde ein höherer Spiegel des Endocannabinoids 2-AG in Alzheimer-Modellen beobachtet. All dies könnte darauf hindeuten, dass die Aktivität von Endocannabinoiden wichtig für den Schutz des Gehirns sein könnte.

Die Ergebnisse dieser Studien zeigen die Vielschichtigkeit der ECS-Veränderungen bei der Alzheimer-Demenz und dass noch viel Forschung notwendig ist, um die genauen Mechanismen zu entschlüsseln.[1]

Neuroprotektives Potenzial von CBD 

Studien legen nahe, dass Cannabidiol (CBD) bei der Alzheimer-Erkrankung bestimmte entzündungsfördernde Moleküle (Zytokine) hemmen kann, die zur Schädigung von Nervenzellen beitragen. Außerdem scheint CBD Nervenzellen vor oxidativem Stress und damit vor Schäden bewahren zu können. Möglicherweise kann CBD auch die Entfernung von Amyloid-Beta-Ablagerungen unterstützen, indem es Immunzellen anregt, diese toxischen Proteine abzubauen.[2] 

Durch diese vielfältigen Wirkmechanismen bietet CBD einen potenziellen Schutz für das Gehirn und könnte dazu beitragen, das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit zu verlangsamen. Problematisch ist jedoch, dass die neuroprotektive Wirkung von CBD bislang nur in Zellmodellen und Tierversuchen untersucht wurde. Das bedeutet, dass CBD sicherlich therapeutisches Potenzial besitzt, aber eine eindeutige Wirksamkeit nicht bestätigt werden kann. Insofern ist noch weitere Forschung nötig, insbesondere Studien an Menschen mit Alzheimer. 

Studien zu THC bei Alzheimer-Demenz

Bislang liegen nur wenige klinische Studien und Fallberichte zum Einsatz von Tetrahydrocannabinol (THC) bei Alzheimerpatienten vor. In einer klinischen Untersuchung mit 15 Alzheimer-Patienten wurde nach einer sechswöchigen Behandlung mit Dronabinol (synthetisch hergestelltes THC) ein Rückgang des Schweregrades der Verhaltensänderungen und einer Zunahme des Körpergewichts bei Patienten festgestellt, die zuvor die Nahrung verweigert hatten.[3]

In ähnlicher Weise schlossen zwei Untersuchungen mit acht Demenzpatienten mit einer Verringerung der nächtlichen Unruhe und der Verhaltensstörungen ab, ohne dass es während des Studienzeitraums zu unerwünschten Wirkungen von Dronabinol kam.[4, 5]

Obwohl an den Studien nur wenige Alzheimer-Patienten teilnahmen, sind die Effekte von THC auf die Verhaltensweisen vielversprechend. Eine gesicherte Wirksamkeit kann hieraus jedoch noch nicht abgeleitet werden.

Studien zu CBD bei Alzheimer-Demenz

Wenn bei Betroffenen Aggressionen, Reizbarkeit sowie starke Unruhe auftreten, ist dies nicht nur für den Erkrankten eine Belastung, sondern auch eine Herausforderung für Angehörige und Pflegekräfte. Eine spezielle medikamentöse Therapie gibt es hierfür nicht, allenfalls können starke Beruhigungsmittel (Benzodiazepine) gegeben werden, die jedoch erhebliche Nebenwirkungen verursachen können. Cannabinoide könnten hier eine Alternative sein. 

Interessant ist hier eine Studie, an der 60 Demenzpatienten im Alter von mindestens 60 Jahren teilnahmen. Diese wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Während bei der einen Gruppe die Behandlung mit einem Placebo (Scheinmedikament) erfolgt, erhielt die andere Gruppe 16 Wochen lang dreimal täglich ein medizinisches Cannabis-Öl (30 Prozent CBD/1 Prozent THC). 

Die Gruppe mit den Betroffenen, die das Cannabis-Öl bekamen, zeigte im Vergleich zur Placebo-Gruppe eine deutliche Verringerung der Unruhe und es wurden keine schweren Nebenwirkungen beobachtet. Allerdings traten die Effekte erst nach zwölf Wochen auf. 6 

Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass das CBD-reiche Cannabis-Öl bei Erkrankten wirksam zu sein scheint. Es wird jedoch auch betont, dass weitere Studien notwendig seien, um weitere Informationen zur Dosierung und den langfristigen Auswirkungen zu erhalten.[6]

Zusammenfassung zur Alzheimer-Krankheit und medizinisches Cannabis

Die Alzheimer-Krankheit gehört zu den Demenz-Erkrankungen und geht mit dem Verlust des Gedächtnisses und kognitiven Fähigkeiten einher. Häufige Begleiterscheinungen sind unter anderem Unruhe, Schlafstörungen, Aggression, Angst oder Depression. Es gibt zwar verschiedene Therapien und Medikamente, die den Krankheitsverlauf hinauszögern können, heilbar ist die Erkrankung jedoch nicht.

Die Forschungen zur neuroprotektiven Wirkung von Cannabinoiden, insbesondere CBD, stecken noch in den Kinderschuhen. Zwar machen die Studienergebnisse Hoffnung, es lässt sich jedoch noch kein wirksamer Effekt nachweisen.

Um jedoch die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern und um psychische Symptome wie Verhaltensstörungen zu lindern, könnte eine Behandlung mit Cannabis in Betracht gezogen werden.

Neurologische Erkrankungen und Cannabis als Medizin – hier gibt es einen umfassenden Überblick.

Die Inhalte dieses Artikels sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und stellen weder eine Beratung noch eine Anwendungsempfehlung für Medikamente, Cannabis oder andere Produkte dar. Auch dienen die Inhalte nicht zur Erstellung einer eigenständigen Diagnose oder Auswahl einer Behandlungsmethode. Für Schäden oder Ähnliches, die durch die Nutzung der Inhalte entstehen, kann Greensby weder direkt noch indirekt haftbar bzw. zur Verantwortung gezogen werden. Wir empfehlen grundsätzlich, das Gespräch mit einem Arzt zu suchen.

FAQs

Was sind die ersten Anzeichen von Alzheimer?

Erkrankte zeigen zunächst Störungen im Denkvermögen, in der Lernfähigkeit und in der Sprache (Wortfindungsstörungen). Die Gedächtnisleistung lässt nach und es kommt zu Einschränkungen im Kurzzeitgedächtnis. Oftmals verlieren Menschen mit der Alzheimer-Krankheit auch das Zeitgefühl und haben Schwierigkeiten, sich zu orientieren.

Was ist der Unterschied von Demenz und Alzheimer?

Der Begriff Demenz steht für einen Symptomkomplex, dessen Ursache verschiedene Demenzformen wie die Alzheimer-Demenz, vaskuläre Demenz, Lewy-Körperchen-Demenz oder frontotemporale Demenz sein können. Insofern liegt der Unterschied zwischen Demenz und Alzheimer in der Definition und der Ursache. 

Wie kann man Alzheimer therapieren?

Die medikamentöse Therapie bei der Alzheimer-Demenz umfasst meist die Gabe von verschiedenen Medikamenten wie Acetylcholinesterase-Hemmer oder Memantin, um Symptome lindern zu können und das Fortschreiten der Krankheit zu bremsen. Zudem stehen weitere Medikamente zur Verfügung wie Antidepressiva.

Quellen

[1] Ferreira PCL, Bellaver B, Povala G etc., Endocannabinoid System Biomarkers in Alzheimer’s Disease. Cannabis Cannabinoid Res. 2023 Feb;8(1):77-91. doi: 10.1089/can.2022.0151. Epub 2022 Nov 17. PMID: 36394442; PMCID: PMC10081722, Download vom 09.12.2024 von https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10081722/ 

[2] Bruno L. Marques, Alline C. Campos, Chapter Six – Cannabidiol and Alzheimer’s disease, International Review of Neurobiology, Academic Press, Volume 177, 2024, Pages 121-134, ISSN 0074-7742, ISBN 9780443235917, https://doi.org/10.1016/bs.irn.2024.04.014, Download vom 09.12.2024 von https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0074774224000667 

[3] Volicer L, Stelly M, Morris J et. al, Effects of dronabinol on anorexia and disturbed behavior in patients with Alzheimer’s disease. Int J Geriatr Psychiatry. 1997 Sep;12(9):913-9. PMID: 9309469, Download vom 09.12.2024 von https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/9309469/ 

[4] Walther S, Mahlberg R, Eichmann U, Kunz D. Delta-9-tetrahydrocannabinol for nighttime agitation in severe dementia. Psychopharmacology (Berl). 2006 May;185(4):524-8. doi: 10.1007/s00213-006-0343-1. Epub 2006 Mar 7. PMID: 16521031, Download vom 09.12.2024 von https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16521031/ 

[5] Walther S, Schüpbach B, Seifritz E et. al, Randomized, controlled crossover trial of dronabinol, 2.5 mg, for agitation in 2 patients with dementia. J Clin Psychopharmacol. 2011 Apr;31(2):256-8. doi: 10.1097/JCP.0b013e31820e861c. PMID: 21364345, Download vom 09.12.2024 von https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21364345/

[6] Hermush V, Ore L, Stern N et. al, Effects of rich cannabidiol oil on behavioral disturbances in patients with dementia: A placebo controlled randomized clinical trial. Front Med (Lausanne). 2022 Sep 6;9:951889. doi: 10.3389/fmed.2022.951889. PMID: 36148467; PMCID: PMC9486160, Download vom 09.12.2024 von https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36148467/

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Autorin

Alexandra Latour

Alexandra Latour hat mehr als zehn Jahre Erfahrung als Redakteurin und freiberufliche Autorin in der Health-Care-Branche. Anfang 2017 übernahm sie die Stelle als stellvertretende Chefredakteurin bei Leafly Deutschland und eignete sich in den darauffolgenden Jahren eine umfangreiche Fachexpertise in den Themen medizinisches Cannabis und frei käufliche CBD-Produkte an. Inzwischen ist Alexandra in der Cannabis-Branche fest verwurzelt und setzt sich neben ihrer Haupttätigkeit als Medizinredakteurin für die Aufklärung ein. Bitte beachten: Die Inhalte der Artikel sind ausschließlich die persönliche Meinung der Autorin und spiegeln nicht zwingend die Ansichten des gesamten Teams wider.

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